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Podcast – „Das Ende der Bleirohre“

Es zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln überhaupt – und jetzt soll es noch besser werden: unser Trinkwasser. Am 1. Dezember 2013 war das Aus für Trinkwasserleitungen aus Blei.

Um das SHK Handwerk bei seiner Aufklärungsarbeit mit betroffenen Eigentümern zu unterstützen gibt es von öffentlicher Seite weitere hilfreiche Informationen.

So bietet das Umweltbundesamt einen neuen Flyer „Trinkwasser wird Bleifrei“ kostenlos auf seinen Internetseiten (http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/flyer-trinkwasser-wird-bleifrei) an. In dem Flyer wird der Endverbraucher verständlich informiert wie Bleirohre in der Trinkwasserinstallation zu erkennen sind und welche gesundheitlichen Folgen damit zu verbinden sind. „Blei macht dumm“ ist dabei eine eingängige und direkte Überschrift.

Der Deutschlandfunk hat diese Informationen aufgegriffen und zu einem Radiobeitrag verarbeitet der derzeit noch im Internet verfügbar ist und leicht verständlich die Hintergründe vermittelt.
www.deutschlandfunk.de/umwelt-und-verbraucher.696.de.html?cal:month=11&drbm:date=2013-11-29#top

Bei beratungsintensiven Kunden lohnt es sich sicher bei dem Thema Blei im Trinkwasser auf diese Hilfsmittel zurückzugreifen. Sie sollten als Fachbetrieb aber auch selbst die Hintergründe wiedergeben können und darauf achten, dass dieses auch die Mitarbeiter können. So kann sehr schnell auch die Kompetenz der Firma vermittelt werden

Hintergrund
Das Schwermetall Blei ist ein Nerven- und Blutgift, das sich im Körper anreichern und zu schweren Schäden führen kann. Deshalb wird der bisher zulässige Blei-Höchstwert für Trinkwasser noch einmal auf weniger als die Hälfte gesenkt. Der neue Grenzwert wird somit auf 10 Mikrogramm je Liter, also ein hunderttausendstel Gramm festgelegt. Der Wert folgt der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Er gilt in der gesamten Europäischen Union ab dem 1.  Dezember 2013. Viele Wasserversorger haben ihre Leitungsnetze entsprechend saniert. Für die Hausinstallation ist dagegen der Hauseigentümer verantwortlich. Wenn Bleirohre in der Hausinstallation vorhanden sind, führt kein Weg an dem Austausch der Bleileitungen vorbei, weil mit Bleirohren in der Trinkwasserinstallation die aktuellen Grenzwerte auf keinen Fall mehr eingehalten werden können. Auch von anderen Bauteilen – wie Armaturen aus bestimmten Kupferlegierungen – kann ebenfalls Blei freigesetzt werden.
Sollten noch Trinkwasserrohre oder Rohrabschnitte aus Blei installiert sein, hat der Besitzer mehrere Pflichten. Wer Eigentümer eines Gebäudes ist und Mieter im Hause hat muss

Erstens:
Seine Mieter darüber informieren, dass Bleileitungen vorhanden sind.

Und Zweitens:
Maßnahmen ergreifen die die sichere Benutzbarkeit gewährleisten. Mittelfristig bedeutet dies, dass auf jeden Fall eine Sanierung der Trinkwasserinstallation und der Austausch der betroffenen Rohrleitungen beauftragt werden muss.

Die Kosten dafür können nicht auf Mieter abgewälzt werden, da eine Instandsetzung vorliegt.

Was aber sollten Mieter tun, deren Vermieter unklare oder gar keine Auskünfte zu etwaigen Bleirohren erteilt? Erster Ansprechpartner ist das Gesundheitsamt. Unter Umständen kommt eine Mietminderung in Betracht, wenn im Leitungswasser dauerhaft der Grenzwert überschritten wird. Vor diesem Schritt empfehlen wir eine Trinkwasser-Probenahme zu beauftragen.

Wenn der Verdacht besteht, dass Bleirohre verbaut sind, dann sollte auf jeden Fall dieses Trinkwasser nicht verwandt werden zur Nahrungsmittelzubereitung für Babys, Kleinkinder und für Schwangere.

Der Hinweis und die Erläuterungen zum üblichen und bestimmungsgemäßen Betrieb (Stagnation vermeiden, alle Zapfstellen mind. alle 72 h nutzen, Wartung und Instandhaltung der Sicherheitseinrichtungen,  etc.) sollte bei der mündlichen Kundeninformation nicht fehlen.